Nein, ABBA-Fan war ich nie. Auch die Retro-Wellen mit Schlaghose und Karo-Vestover haben mir den Zugang zu Agnetha und Co. nicht geöffnet. Dafür mag ich Krimis aus Skandinavien und Möbel, die Namen haben. Und auch schwedische Musik, wenn sie nicht nach ABBA klingt. Gestern waren meinen beiden Lieblingsfrauen mit mir in der Moritzbastei. Und auch zum zweiten Mal „Miss Li“ bildeten wir nicht die Altersmarkierungen nach oben oder unten. Neben uns schunkelte ein Paar, das sich durchaus jenseits der Fünfziger befand, und gegenüber klatschte ein kleines Mädchen neben ihrem Papa im Rockabilly-Look dem „Heute-spät-ins-Bett-Gehen“ entgegen. Dazwischen ein offenes, manchmal ausgefallenes, generell sympathisches, oft stinknormales, teilweise karierte Kleidchen tragendes, vereinzelt auch schon grau meliertes, doch meist studentisches Publikum. Und doch bin ich nicht nur der Generation von Studierenden dankbar, welche damals die alte Leipziger Bastion aus dem sandigen mitteldeutschen Boden gescharrt hat (unsere Derzeit-Kanzlerin war wohl auch dabei), sondern auch denjenigen, die in die Veranstaltungstonne jenen beidseitigen horizontalen Holzverlauf eingedacht haben, auf dem der betagtere Konzertbesucher sich niederlassen kann, wenn die Performance länger als eine Stunde dauert.
Und so habe ich im Sitzen „abgerockt“, wenn man das rhythmische Wippen meiner Beine als solches bezeichnen darf. Meine Tochter hat sich später über mein „Zappeln“ beschwert. Aber so ist das mit der Fremdwahrnehmung. „Miss Li“ ist sehr unterhaltend und böte sich als ideale Abi-Ball-Band an. Ein bisschen schräg, ein bisschen frech, ein bisschen rauchige Stimme, ein bisschen 60er. Unschön empfand ich nur, dass der kleinen Miss niemand aus der Kapelle behilflich wurde, als sie mit engem Kleid und Stöckelabsätzen vom Klavier heruntergefallen war. Das geschah unmittelbar nach dem unten festgehaltenen Moment. Auch der Pressefotograf neben der Bühne stellte nur lapidar fest, dass sie beim Runtersteigen vom Klavierhocker gerutscht sei ... Was da passieren kann!
Und so habe ich im Sitzen „abgerockt“, wenn man das rhythmische Wippen meiner Beine als solches bezeichnen darf. Meine Tochter hat sich später über mein „Zappeln“ beschwert. Aber so ist das mit der Fremdwahrnehmung. „Miss Li“ ist sehr unterhaltend und böte sich als ideale Abi-Ball-Band an. Ein bisschen schräg, ein bisschen frech, ein bisschen rauchige Stimme, ein bisschen 60er. Unschön empfand ich nur, dass der kleinen Miss niemand aus der Kapelle behilflich wurde, als sie mit engem Kleid und Stöckelabsätzen vom Klavier heruntergefallen war. Das geschah unmittelbar nach dem unten festgehaltenen Moment. Auch der Pressefotograf neben der Bühne stellte nur lapidar fest, dass sie beim Runtersteigen vom Klavierhocker gerutscht sei ... Was da passieren kann!
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