Mittwoch, 22. Februar 2012

Zensur zur PrimeTime


Ich gebe es ja zu, auch ich habe mich vom Hörbuch des ersten und zweiten Romans von Iny Lorentz unterhalten lassen. Doch erst dieses unbeschreiblich verwegene Fernsehfilm-Plakat öffnet mir die Augen, worin die Rache der Wanderhure eigentlich besteht ... Oder hat Sat 1 sein Logo etwa zufällig dort platziert, wo es, nun ja, die beruflichen Ambitionen der Protagonistin einschränkt.

Donnerstag, 16. Februar 2012

TV total

Es wird in allen Publikationen ausdrücklich davor gewarnt, sein Kleinkind vor dem Fernseher abzuparken. Das kleine Gehirn könne nämlich die schnellen Bilder und lauten Töne noch gar nicht verarbeiten. Alles Quatsch, sage ich.
Unser Kind schaut fast jeden Tag für 10 Minuten ins Gerät und verfolgt aufmerksam sein Lieblingsprogramm auf der 3: 40° Buntes, ohne Vorwäsche.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Böser Schwarzer Peter

In der 6. Klasse habe ich die Jungs beneidet, die auf dem Schulhof mit einem echten Auto-Quartett die Große Pause "verzockten". Ich meine, nicht so, wie wir das in familiärer Runde zu Hause am Sonntagnachmittag gespielt haben: vier Karten sammeln, die zu einem Märchen oder einer Tierart gehören. Nein, sondern so mit PS-Von-Null-auf-Hundert-Preis-Hubraum-Übertrumpfen: Porsche sticht Lamborghini, Maserati kostet mehr als Bentley ... Die selbstgebastelten Pappkärtchen, auf denen wir mit Schönschrift, Lineal und hängender Zunge die Daten kopierten, waren nur ein Abklatsch von den echten, die irgendein Onkel aus Gelsenkirchen geschickt haben musste. Denn Bilder waren da nicht drauf. Außer einer hatte eine Autozeitung aus dem Westen und konnte die Fotos ausschneiden. Doch das kam niemals vor. Denn die Jungs, die Westillustrierte besaßen, hatten mindestens auch ein Originalspiel. So war das eben mit der Westverwandtschaft. Entweder man hatte ... oder eben nicht. In den 80ern war dann das Spiel für unsereins nicht mehr interessant. Dafür sorgte die Pubertät. In den 90ern gab es Tamagochis ... Und dann Moorhuhn und so weiter. Und erst jetzt, vorgestern, wurde mein Kindheitswunsch erfüllt: Mein erstes Ausstech-Übertrumpf-Quartett: Zwar ohne Autos oder Motorräder. Dafür mit Tyrannen: Militärs, Völkermörder, Monarchen, kommunistische Führer, Kleptokraten, US-Marionetten, religiöse Eiferer und Faschisten. Ein bisschen Abra-Makabra. Doch wirklich schlimm ist, dass man nur von ca. der Hälfte schon einmal etwas gehört hat. Wer kennt schon Alfredo Stroessner oder Ferdinand Edralin Marcos? Mit 2200 bzw. 3000 Todesopfern haben sie rein spieltechnisch auch keine Chance gegen Pol Pot oder Kim il-Sung, auch wenn diese recht freundlich gucken, wie ich finde. Dagegen ist al-Baschir und Zia ul-Haq der Charakter doch schon im Gesicht abzulesen. Was für fiese Visagen!


Übrigens: Man muss nicht Guido Knopp heißen, um herauszubekommen, wer alle "aussticht". Die Macher von Weltquartett mussten dafür aber das Hakenkreuz überdrucken. Dafür prangt jetzt in der rechten Ecke "BLITZ-TROMPF".

Sonntag, 12. Februar 2012

Gesucht

Ich hatte heute vor, einige "eisige" Fotos zu posten, die ich von unterwegs gemacht habe. Doch im Park, auf zugefrorenen Teichen, im Zoo und anderswo liefen die Leute mit ihren Kameras und knipsten ständig den Winter. So habe ich mir motivlich eine andere Fotostrecke gesucht und nenne sie schlichtweg "Verloren".

Hier hat ein Nerz plötzlich und unerwartet seine Trägerin verloren und sich in den Büschen in Sicherheit gebracht. Ich weiß nicht warum, aber ich vermute, dass eine Sie aus Hamburg oder der ehemaligen Sowjetunion bald einen kalten Hals bekommt.

An dieser Stelle hat ein Radsportfreund wohl seinen Schlüssel für das Fahrradschloss verloren. Wenn er ihn bis zum nahen Frühling wiedergefunden hat - wir wollen es hoffen - ist ihm einer der begehrten Parkplätze vor der AOK-Filiale beim Sportforum sicher.

Durch die Winschutzscheibe bekundet dieser Kraftfahrer, dass er das Vertrauen in seinen Präsidenten verloren hat. Wahrscheinlich handelt es sich bei dieser Karte um einen Prototypen, der bald in Serie gehen wird.


Freitag, 10. Februar 2012

Streichelzoo in Babyhausen

Eigentlich wollten wir Kneechee zum ersten halben Geburtstag ja einen Hamster schenken ... Doch angesichts seiner frühkindlichen Streichelaktivitäten, die er an seiner Plüschmaus "Pieps" auslebt, verschieben wir das sicherlich um ein paar Wochen.


Dienstag, 7. Februar 2012

Was bisher geschah?

Seit ich in Leipzig wohne, ist zum ersten Mal das Elsterflutbett fest zugefroren.


Amazon gibt nach drei Wochen Warten auf meine Sendung aus England endlich bekannt: "Royal Mail ist nicht in der Lage zu Packstation liefern." Wenn das die Queen wüsste in ihrem 60. Jahr. Und ich bin ebenfalls not amused.

In allen H&M-Filialen blickt David Beckham sehr streng von den Plakaten. Er steht so da, nur im Schlüpfer und wirbt für "Bodywear" und lange Unterhosen. Nimmt man das dem Fußballer ab, dass er solche Dinger zu Hause trägt? Mal Victoria fragen.

In den Kinos läuft "Star Wars - Episode 1" in 3D. Zum besseren Verständnis: Das ist der aufgepeppte erste Teil dreier sogenannter Prequels, welcher schon 1999 in den Kinos zu sehen war, und die Vorgeschichte der Star-Wars-Saga aus den 70er/80ern liefert, die aber Anfang der 90er technisch überarbeitet in den Kinos das zweite Mal liefen. Wenn dann alle Teile durch sind, freue ich mich schon darauf, endlich die alten Jedi-Kutte riechen zu können. Dann in 4D. Die Macht sei mit dir, Herr Lucas.

Auf dem Schulhof hüpft heute ein kleiner Dicker aus der Siebten im Gleich-Takt mit seinen Freunden auf dem zugefrorenen Biotop-Teich manisch auf und nieder. Eine Situation, die mir aufsichtsrechtlich nicht ganz eindeutig geklärt erschien. Vorbei auch die Zeiten, als junge Menschen fragten, wo die Enten im Winter seien. Jetzt geht es dem Moppel darum, durch´s Eis zu brechen. Ich werde ihn aber nicht retten müssen. Der Tümpel ist ungefähr 40 cm tief und bis auf den Grund durchgefroren.
Und wenigstens frage ich mich, wo die drei fetten Goldfische geblieben sind ...

Samstag, 4. Februar 2012

Ohne Worte

Es ist so kalt, dass meine Finger die Tastatur kaum mehr berühren wollen. Deshalb vorerst dieses Bild statt großer Worte.