Hangsangnida (nasal zu sprechen) - das ist der Spruch des Tages, von dem Frank glaubt, dass er irgendwas heißen muss.
Satt, sauber, müde - wir sind in Seoul angekommen. Wir sitzen beim Bier (Toralf und Andreas), duschen unseren Körper (Frank) und schreiben die erste richtige Nachricht aus Asien (Kai).
Unser Flug verlief prächtig. Das Entertainment-Programm - jeder Passagier verfügte über einen Monitor - wurde voll genutzt und Frank erwies sich einmal wieder als der größte Spieler vor dem Herrn. Im Atari-Ping-Pong zeigte er allen, was ein Cursor ist. Mit EMIRATES fliegt es sich also anders als mit Air-Berlin. Das durften wir erfahren. Es gab dauernd Essen, genug zu trinken und Kuscheldecken, die wir einfach mitgehen ließen. Großen Spaß bereitete uns aber der erste Auftritt der Flugbegleiterinnen, die auf silbernen Tablett feuchte Waschläppchen mit Zange reichten. Erst hielten wir die heißen Dinger unschlüssig in Händen, dann blickten wir uns und die weltgereisten Nachbarn an und dann taten wir es ihnen nach. Wir wischten uns das Gesicht ab. Freuten uns hinterher, dass die neben uns Sitzenden nicht andere Körperregionen reinigten. Wir hätten es einfach nachgemacht...
Station in Dubai. Zwischencheck unter pakistanischen Reisenden, die noch nicht mitbekommen haben, dass Flüssigleiten nicht im Handgepäck reisen dürfen. Ihr Koffer wurde ausgeräumt und sah aus wie von einem Vertreter für Bad- und Kosmetikartikel. Verschwendung und Prunk im Airport. Frank und ich starren verschleierte Schöne an und begaffen die beturbanten Söhne der Wüste, deren große Ringe davon künden, dass sie nicht Economy reisen.
Dann geht es weiter. Die Sonne geht auf, die Fenster im Flugzeug geh´n zu. Künstliche Nacht mit kleinen Sternchen an der Flugzeugdecke. Alle sollen schlafen. Gefühlte 30 Minuten tue ich das auch. Dann wieder essen, spielen, Film gucken. Endlich da. Toralf geht mit uns einkaufen zu TESCO. Wir sind die einzigen Europäer und kosten trotzdem an jedem Stand. Im Gegensatz zum Marktkauf kocht, bruzelt, bäckt und brät man vor jedem Verkaufsstand. Man wird zum Probieren eingeladen. Franks Skepsis weicht der Neugier. Wir essen heute zu Hause im 12 Stock. Der Blick geht hinüber zu den vielen Wohnungen, die ohne Gardinen einsehbar sind. Lost in Translation. Frank und ich steigen heute noch auf das Dach, um die Stadt zu überschauen. Und es gibt Bier und zum Knabbern getrocknete Fischchen. Die sehen aus, wie meine Guppys, die damals aus dem Aquarium gesprungen sind.
1 Kommentar:
Mein Schlitzauge, es ist gut, von Dir zu lesen. Vergeßt nicht, daß abwechselnd jeder für einen Blogeintrag verantwortlich ist! Laßt es Euch gut schmecken. Ich denke an Euch und besonders an Dich.
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