Montag, 1. Oktober 2007

Die Pappe ist weg oder Amazone statt Emanze

Kaum zu glauben aber wahr. Bis in unsere Gegenwart kann man auf bundesdeutschen Straßen ein Fahrzeug führen und dieses Tun bei Kontrollen mit einem totalitären Ausweispapier legitimieren. Er gilt noch, der rosafarbne "Führerschein" der Deutschen Demokratischen Republik. Siebzehn Jahre nach der Wiedervereinigung! Ich bin mir nur noch nicht sicher, warum. Wollte man den Ex-Ossis neben der "Super-Illu"ein weiters kleines Stück eigener Identität belassen. Es wäre schon absurd zu sagen: "Ich darf nicht mehr auf die Straße! Dafür bin ich doch 1989 nicht auf die Straße gegangen."
Wäre der bürokratische Aufwand ein zu gewaltiger gewesen? Oder hätte das Procedere eines Zwangsumtausch verhindert, dass jenseits der Elbe buntbewimpelte Gebrauchtwagenwiesen erblüht wären?
Übermorgen ist Tag der deutschen Einheit. Und ich habe schon heute endgültig mit meiner DDR-Führerschein-Vergangenheit den Schnitt gemacht.

Im wahrsten Sinne des Wortes abgeschnitten.

Umwälzungen auch auf dem Gebiet des Rollendenkens. Im politischen Feuilleton des Tages wird ein wahres Tabu gebrochen. 50 % der häuslichen Gewalt gehe von Frauen aus. Die deutsche Hausfrau schwingt eher die siebenschwänzige Katze als den Staubwedel! "Die Ärzte" wussten es schon immer: "Manchmal haben Frauen ein kleines bisschen Haue gern." Sie wurden nur nicht richtig verstanden.

PS: Heute ist übrigens Weltvegetarier-Tag. Darauf einen knackigen Rucola.

3 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich glaube alle Ex-Ossis durften ihre Führerscheine wegen der lustigen Bilder behalten...

Anonym hat gesagt…

Am Kommentar von Fräulein Eißner ist was dran. Dieser (hoffentlich unbewußte) Herzensbrecherblick - phantastisch!

Anonym hat gesagt…

Wieder typisch! Da wird sich mit Nebensächlichkeiten aufgehalten, anstatt sich intensiver den Missständen zu widmen: Gewalt von Frauen an Männern!