Sonntag, 2. Dezember 2007

Wenn das erste Lichtlein brennt

Ich müsse aufpassen. Die warnenden Worte an den Blogger habe ich in der letzten Woche von unterschiedlicher Seite gehört. Doch einem Internet-Tagebuch ist es nun einmal eigen, dass es auch gelesen wird. Theoretisch von der ganzen Welt. Unter Umständen. Wenn man einschränkt, dass zwei Drittel der Menschheit wohl nicht über einen Comuter verfügen und die Mehrheit des Rests sich nicht für das von mir Geschriebene interessiert.
Deshalb verwunderte mich der Kommentar in Spanisch oder Portugiesisch, den ich heute auf meiner Seite vorfand. Mein Spanisch ist ein wenig eingerostet, aber aus den Worten "Large Bande" und der Abkürzung "ADSL" konstruierte ich mir einen Kontext, der mich das Geschriebene als Botschaft einer linksgerichtete Guerilla-Organisation irgendwo in den Bergen Südamerikas verstehen ließ. Nun habe ich generell nichts gegen Sandinos Enkel (Nicaragua - Mittelamerika?), doch das Unbekannte macht mir trotzdem Angst und ich löschte den Eintrag.
Dafür setzte ich mich heute Mittag auf mein Fahrrad und trat der Adventsheimligkeit so sportlich entgegen wie kraftvoll in die Pedale. Die Sonne lachte. 11 Grad in Südostdeutschland. Nur der Wind ließ mich verzweifeln. Er kam von vorn und ließ mich schwitzen. Dafür zog es am Hals und in den Gehörgängen. Meine Prinzessin-Leia-Kopfhörer und "Radiohead" verhinderten wohl eine Mittelohrentzündung. Das Paradoxe war, dass auf dem Rückweg der Wind sich drehte und alle vorab aufgebauten Hoffnungen einfach weggepustet wurden. Und mich zwei Rennrad-Fahrer in vollem Rüstzeug überholten, als sei nichts dabei. Das nagte am männlichen Stolz. Venceremos! - all denen, die mit Jeans und Sweatshirt radeln.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Den Portuspanier kenn ich doch auch... vielleicht ist er durch's Netz von meinem Blog in deinen gekrochen. Man weiß ja nie.

Silke hat gesagt…

Ha und bei mir hat der Wind nicht gedreht! Dabei hätte ich es mir gewünscht: Frank hatte mich endlich mal wieder überreden können, vor dem Sonntags-Frühstück zu joggen. Ich (wenig motiviert) war dann doch überrascht, wie gut es nach 2 1/2 Wochen lief. Aber an der Brücke, dem von mir vor Zeiten festgelegten Wendepunkt, wusste ich dann wieso! Der Wind hatte mich geschoben, sodass ich fröhlich und ohne Pause bis zur Brücke kam. Und er drehte nicht, sondern hielt mich so sehr auf, dass ich fast den ganzen Weg zurücklaufen musste :(( (Da sind die dich überholenden Radler ein Klacks für das Selbstbewusstsein.)