Sonntag, 6. Januar 2008

Charles Dickens in Sachsen

Es gibt Tage, da sieht man seine Umgebung besonders grau. Vielleicht urteilt man dann ungerecht, weil die Wahrnehmung einen trügt. Als wir heute zur Autobahn Richtung Leipzig fuhren, war Mügeln die trübsinnigste Stadt der Welt. Und das lag nicht nur am Wetter. Die Kulisse für eine schlechte Oliver-Twist-Verfilmung. Regennaß. Schmuddelig. Uncharmant bis in jede Mörtelspalte.
In einer Lokalzeitung lese ich dann einen Artikel, wie man Silvester in New York verbringt. Ich kenne den Verfasser. Ich mag den Jungen. Ich kann nicht darüber lachen, was er schreibt, was gedruckt wird. Der Jahreswechsel im Ausland - reduziert auf das Abenteuer, alkoholisiert in den Central Park zu gelangen, ohne verhaftet zu werden. Ist es das, was die daheim wissen sollen? Mir ist überheblich zu Mute. Und im Ansatz fühle ich mich sogar gut dabei.
Vielleicht liegt es daran, dass ein Flugzeug in Richtung Osten fliegt.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Kritik wird immer schnell geäußert, aber Verbesserungsvorschläge oder Lob über Vorangegangenes kommt selten über die Lippen. Nicht zu letzt wurde dieser Schreiber (Ich) durch den Deutschunterricht vom Kai geprägt und wenn man nicht darüber lachen kann, dann sollte man einfach umblättern!

Viele Grüße noch aus den USA

PS: Trotzdem danke, dass du mich dennoch magst