Montag, 18. Februar 2008

Ich hänge meinen Gedanken nach

Während sich in Europa neue Staaten gründen und die Reichen in Hamburg, Berlin und München ihren Haustürschlüssel zweimal umdrehen, um die Steuerfahnder im Regen stehen zu lassen, sitze ich mit Schal und Decke und lutsche Neo-Angin. Man hält es nicht für möglich: Hier friere ich bei 3 Grad plus erbärmlich, während ich vorige Woche dem Kontinentalklima mannhaft trotzte. Die Liebste fehlt. Anders ist das Phänomen nicht zu erklären.
Was sonst noch geschehen ist?
Ich habe nach zwei Jahren entdeckt, dass mein North Face- Anorak eigentlich zwei Jacken sind. Das "Innenfutter" besteht aus einem seperat tragbaren Blouson. Wieso sagt einem das keiner von diesen so jugendlich-flexibel Verkaufs-Schnöseln bei Globetrotter, die so aussehen, als seien sie gerade vom K2 herunter gestiegen? Da erscheint mir die offensiv zur Schau gestellte Unlust der kasachischen Verkäuferin auf einmal wenigstens ehrlich, weil echt.
Beim Stöbern im Internet-Forum musste ich zudem einsehen, dass sich mein Autotraum kurzzeitig nicht verwirklichen lässt. Für den UAZ-452 gibt es in Deutschland keinen Händler. Und zugelassen werde das Fahrzeug von den deutschen Behörden erst recht nicht.
Da beginne ich die Freiheit auf den Straßen Astanas zu schätzen, wo statt dem Vorhandensein eines Rußpartikel-Filters andere Eigenschaften an das Automobil gestellt werden. Dort wird der Begriff "Kraftfahrzeug" seiner Semantik wenigstens noch gerecht.
Habe ich das jetzt wirklich geschrieben?

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Habe mir eben deine Astana-Bilder angesehen, ganz klar auf Platz 1: "Die goldene Hand des ersten Präsidenten" - sieht ein bißchen wie mein Patschehändchen aus...

Anonym hat gesagt…

...aber dein Patschehändchen, lieber Freund Frank, ist viel demokratischer. Viel demokratischer!