Freitag, 20. Juni 2008

Halb und halb Finale

Stell dir vor, unsere Mannschaft zieht ein ins Halbfinale und ich schaue nicht hin. Da wäre gleich einmal noch die Beschwerde an die EM-Austräger in den Alpenländchen fällig. Sowohl die Eidgenossen als auch die österreichischen Organisatoren hätten die Spiele zur Primetime 20.15 Uhr ansetzen sollen und nicht eine halbe Stunde später. Denn Viertel nach Acht startete gestern The Wedding Planner auf Vox. „... und das ist soooo ein schöööner Film. Wir könnten bis dahin gucken und dann ab und zu einmal umschalten,“ schmollt mich sehnsüchtig die Liebste an. Leider war in dieser mündlichen Vereinbarung nicht geklärt worden, von welchem Sender nach wohin. Das erste Stück grüne Fußballwiese offenbarte sich mir zur „Söhnlein-Brilliant-Werbung“ und da stand es schon 0:2. Dafür entromantisierte ich der Liebsten Film mit der Information, dass Jennifer Lopez Hintern versichert und Matthew McConaughey depressiv gewesen sei. Das Gegentor sahen wir dann doch noch live. Alles spätere fiel dann einem zweiten „Laster“ anheim. Nicht nur, dass ich auf solche Art vorgetragenen Wünschen schlecht widerstehen kann, sondern auch, dass ich an den spannendsten Stellen vor dem Fernseher einzuschlafen vermag, gehört zu meinen Eigenschaften. Das Hupen der Autokorsos störte mich nicht dabei. Döbeln feierte den Sieg. Davon erzählte mir meine Liebste dann heute Morgen.

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