Dienstag, 3. Juni 2008

Von Schweizer Uhren und mehr

"Wir haben alle Zeit der Welt", entgegnete heute die jugendliche Swatch-Verkäuferin einem ältere Paar, welches lange nach dem ultimativen Geschenk für die Enkel suchte. Ich fand diesen Spruch sehr werbewirksam für die Firma. Wenn er von der richtigen Seite am richtigen Ort gekommen wäre, hätte die Angestellte damit richtig Geld machen können. Das hat das Schweizer Unternehmen nun aber verpasst. Verpasst hat die Firma auch, das "Kirscharmband" für der Liebsten Chronometer als "zeitlos" zu vermarkten. Es ist wirklich aus dem Sortiment genommen! Dafür kann man das Modell "Beijing" erwerben. Passend zum Olympiajahr. Sportlich ist man "uptodate". Die roten Samba-Turnschuhe von adidas werden zwei Geschäfte weiter mit einem kleinen weißen Kreuz versehen verkauft und kosten als Modell "Schweiz" gleich 10 Euro mehr. Die Version in weißem Leder kriegt zwei rote Streifen auf die Schuhzunge und heißt nun Modell "Austria". Dabei sind viele Österreicher mit dem, was auf sie zukommt, gar nicht so zufrieden. Das zeigt zumindest eine Umfrage in Deutschlandradio Kultur am letzten Freitag. Da war von beabsichtigter "Flucht" der Wiener während der EM-Tage die Rede. Von Bedenken in Bezug auf den Fan-Ansturm. Von Furcht, dass das Burgtheater zu schaden käme.
Irgendwie kann man sie ja verstehen, die Österreicher. Die haben nämlich so ihre Erfahrungen mit Public-Viewing. Auch wenn das letzte große Event auf dem Heldenplatz 70 Jahre her ist.

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