Neben der S- und U-Bahn ist das Rad das schnellste Verkehrsmittel der Stadt. Man braucht ein wenig Selbstbewusstsein, ein gutes Schloss, einen Helm und nach zwei Tagen auf den Straßen Berlins sind wir schon recht abgebrüht. Wir starten unsere Velozipede dann, wenn sich das Gelb auf den Radampeln zeigt und nicht erst bei GRÜN. Wir erschrecken uns auch nicht mehr gar zu sehr, wenn wir auf der Schönhauser von super-coolen Jungmenschen mit einem Affenzahn rechts überholt werden, ohne das geklingelt wird. Das Fahrrad ermöglicht den schnellen Wechsel von den quirligen Touristenpfaden in ruhige Hinterhöfe und zu wie ausgestorben daliegende Nebenstraßen. So wie wir denken übrigens viele. Ja, für manchen westeuropäischen Berlinbesucher scheint sich die ins Monumentale gehende sowjetische Gedenk-Architektur erst per Fahrrad vollständig zu erschließen. Das stellt die Liebste am Ehrenhain in Treptow ganz richtig fest.
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