Berlin, Berlin, wir sind in Berlin!
Wir radeln durch die Stadt und finden Ecken, die wir zuvor nie gefunden hatten. Wir fühlen uns sicher, zunehmend. Wir grüßen die "Originale", die vor dem Haus, in dem wir wohnen, ihr Morgenpils zu sich nehmen. Wir erklären den beiden Radtouristen, dass man auf dem Französischen Friedhof BRECHT vergebens sucht, da er auf dem Dorotheenstädtischen liegt. Dort wissen wir auch, wo Johannes Rau seine letzte Ruhe gefunden hat. Wir kennen uns langsam aus. Wir fotografieren imaginär. Zum Beispiel den dicken Türken, der vor seinem Laden döst. Die Gartenzwergwelt hinter dem Gartenzaundraht im ehemaligen Todesstreifen, die von zwei moppeligen Hauptstädtern gepflegt wird. Den Dackel mit T-Shirt und Jeans auf der Schönhauser. Das Camp in Kreuzberg, wo die Aussteiger leben. Wir fotografieren richtig: Mauerreste, Anti-O2-Demo für ein freies Spree-Ufer, uns auf den Rädern, uns beim Curry-Wurst-Essen und beim Inder im Freisitz. "Be Berlin" - auf diesen Slogan wären vier Werbeagenturen gleichzeitig gekommen. Kein Wunder...
1 Kommentar:
Andreas:
Wat is'n nen Anti-O2-Demo? Etwa gegen die neue O²-World, wo meine Eisbären demnächst ins neue Eishockey-Zeitalter aufbrechen?
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