Dienstag, 9. September 2008

Ein Wort zum Dienstag

Schule geschafft. Liege entspannend herum und blättere durch "art. Das Kunstmagazin". Wirkte unheimlich intellektuell, wenn mich jemand sehen könnte. Gucke mir Bilder verfallender Bauten der russischen Architekten-Avantgarde an. Stelle fest, dass die konstruktivistischen Gebäude so fotografiert wurden, dass man ein Gefühl bekommt, in Russland ist es immer Januar um halb vier am Nachmittag. Zwei Seiten später googeln wir Vito Acconci nach. Die Performance des Amerikaners bestand 1972 darin, dass er unter einem Holzboden masturbierte und den darüber Gehenden via Lautsprecher seine Assoziationen mitteilte. Ich lege "art" beiseite.
Übrigens: Heute Morgen sah ich auf NDR eine Reportage, über den Mann, der in Ralswieck auf Rügen die Technik der Störtebeker-Festspiele managt. Seine Tochter schmiedet mit ihrem Mann Alltagswerkzeuge, die es so nicht mehr gibt. In einem Haus, gleich hinter der Steilküste. Im Winter, wenn die Touristen die Insel verlassen haben, malt er und hört dem Wasser zu, wie es über die Kiesel zurück ins Meer läuft. Genau das würde ich auch gerne machen.

6 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Kannst du denn malen?

Anonym hat gesagt…

Andreas:

Und dann schön "entspannend" auf der Insel rumliegen?

Anonym hat gesagt…

Also:
1. Du siehst auch ohne
"art" intelligent aus :-)
2. Bloß gut, dass unsere Kunstzimmer in der Schule nicht unter einem Holzboden sind !
3. Kleiner Trost:
In 27 Jahren kannst du gleich hinter der Steilküste schmieden, bis du schwarz wirst :-)

Anonym hat gesagt…

In 27 Jahren kaufe ich uns ein Haus im entvölkerten Mecklenburg-Vorpommern. Ich verspreche es. Dann kannst Du ein Strittmatterleben leben. Und ich will das Pony.

Anonym hat gesagt…

Er kann, er hat doch ab und zu sogar im Geschichtsunterricht für uns gemalt, oder war das etwa alles nur kopiert und geklaut?

Anonym hat gesagt…

Gemalt? Gabs da gemalte Kopien? Oder Folien... keine Ahnung. Ich kann mich nur an Gruppenpuzzle erinnern.