Montag, 19. Januar 2009

Yes, we can

Morgen um 12 Uhr wird ein neuer amerikanischer Präsident vereidigt. Im Radio habe ich heute gehört, dass die Verfassung das ganz genau vorschreibt. Angesichts des besonderen Wechsels im Weißen Haus präsentierte der gleiche Sender eine unterhaltsame Retrospektive der Präsidentenwechsel. Nur zweimal wure das Prozedere nach drinnen verlegt, wegen des Wetters. Die kürzeste Rede dauerte gerade einmal eine Minute. Ein andere über zwei Stunden. Der Amtsinhaber überlebte seine Amtseinführung genau vier Wochen, denn als er sprach, war es draußen minus 14 Grad kalt.
Wir fragen uns derweil im Auto, ob auch die Wohnung entsprechend des Geschmacks ihrer neuen Bewohner verändert wird. Alte Sofas raus, neue rein. Wer wechselt die Handtücher? Ist es damit getan? Hat die frische First Lady Anspruch auf einen neuen Toilettensitz?
Und dann läuft in dieser Woche auch noch "Unternehmen Walküre" an. Und die Feuilletons können nicht umhin, den Streifen zu loben. Trotz Tom Cruise und Scientology. Übrigens lief am Samstag "Last Samurai". Dort reitet der Tom -Samuraiheld- Cruise schwertschwingend gegen eine waffenstarrende Übermacht in den sicheren Untergang. Und RTL wirbt für "Mission Impossible". Diese Trilogie Cruis´schen Schaffens wirkt somit in ihrer Ganzheit doch recht befremdlich. Zumindest was den amerikanischen Blick auf die deutsche Geschichte betrifft.

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