Vorige Woche saßen wir in stiller Erwartung auf "Der Vorleser" im Kino und zwei junge Frauen flüsterten gesprächig in die Filmwerbung hinein. Für mich kommt das dem Gipfel unsozialen Verhaltens ziemlich nahe. Als die eine dann noch im Kate-Winslet-hat-den-Oskar-sicher-verdient-Ton zischte "Was ist denn das für ein Mist", als der Willi aus dem Fernsehen seinen Kinofilm vorstellte, hätte ich einem Platzverweis durchaus zugestimmt, wenn es denn die alte Kinofrau noch gegeben hätte, die im Lichtspieltheater meiner Kindheit als Platzanweiserin verspätete Gäste per Taschenlampe an ihre knarrenden Sitze führte, oder eben quatschende Quengler von jenen vertrieb. Doch anderer Ort und andere Zeit.
Der Unbekannten Liebhaberin von Literatur-Verfimungen neben uns sei gesagt, ich war heute in "Willis Welt der Wunder". Meine Tochter begleitete mich - heimlich, wie sich versteht (hoffentlich liest das hier keiner ihrer Klassenkameraden). Weil ihr der Willi nämlich auch gefällt. Neben den Großen des Show-Bizz natürlich, deren Namen ich nicht einmal mehr aussprechen kann.
Willi beobachtete spinnende Ameisen in der Krone eines Urwaldriesen, schaute Eisbären beim Kacken zu (Wann kann man das schon sehen?), verlief sich ohne Geld in Tokio und duschte mit Sand in der Sahara. Vielleicht manchmal etwas albern (den beiden Fünfjährigen zwei Reihen vor uns gefiel gerade das), doch generell unterhaltsam und sympathisch.
Willi ist Kult.
Das lasse ich mir nicht nehmen.
Der Unbekannten Liebhaberin von Literatur-Verfimungen neben uns sei gesagt, ich war heute in "Willis Welt der Wunder". Meine Tochter begleitete mich - heimlich, wie sich versteht (hoffentlich liest das hier keiner ihrer Klassenkameraden). Weil ihr der Willi nämlich auch gefällt. Neben den Großen des Show-Bizz natürlich, deren Namen ich nicht einmal mehr aussprechen kann.
Willi beobachtete spinnende Ameisen in der Krone eines Urwaldriesen, schaute Eisbären beim Kacken zu (Wann kann man das schon sehen?), verlief sich ohne Geld in Tokio und duschte mit Sand in der Sahara. Vielleicht manchmal etwas albern (den beiden Fünfjährigen zwei Reihen vor uns gefiel gerade das), doch generell unterhaltsam und sympathisch.
Willi ist Kult.
Das lasse ich mir nicht nehmen.
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