Dienstag, 24. März 2009

Wie der Stahl gehärtet wurde

Das war einmal ein schnödes Stück Rundstahl. Bevor mein Volkshochschul-Schmiedekurs begann. Angeleitet von einem drahtigen Schmiedelehrer, der uns Neueinsteiger geduldig anleitete - eben ein Waldorfpädagoge - und im Kreise eines pensionierten Nervenarztes, eines Software-Spezialisten, eines Biologen, eines Wirtschaftsingenieurs und eines Schlossers habe ich heute folgendes gelernt:
Wie bediene ich die Feuerstelle?
Den Hammer in der Mitte des Stiels zu halten.
Wohin muss ich schlagen, damit sich das Metall woanders verbiegt?
Wie entferne ich einen Schlackepfropfen?
Eisen kann verbrennen. Das sprüht zwar lustig Funken, aber das Geschmiedete ist weg.
Schmiedeeisen kann man ziehen, stauchen, spalten, drehen.
Und ohne Materialverlust löchern.
Wann muss ich den Stahl im Wasserbad kühlen.
Wann meine Hand!

Mein Fazit:
Man könnte sich auch den ZDF-Dreiteiler "Krupp - Eine deutsche Familie" anschauen (Stahl-Macht-Leidenschaft). Doch schmiede ich mir lieber jeden Abend einen eigenen Garderobenhaken. Danke, Liebste, für das Geschenk. Nach einer Arbeit war ich schon lange nicht mehr so tief zufrieden.

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