Am Pfingst-Wochenende ist unsere große Stadt der Wallfahrtsort eines bunten Völkchens, das, aus halb Europa angereist, sich meist ganz dunkel gibt. "Bunt" ist insofern nur metaphorisch aufzuzfassen, im Sinne von unangepasst und wenig konventionell. Geschäftstüchtig, wie sie ist, stellt die Stadt sich auf das schwarze Treiben ein. Die italienische Eisbar verkauft "Gothic-Eis" (Joghurt mit Lebensmittelfarbe) und Subway schmückt die Bahnhofsfiliale mit lila und schwarzen Ballons. Während die alten Leipziger dem Flanieren und Präsentieren mit der Ruhe der Wissenden entgegensehen, staunt der Neu-Bewohner nicht schlecht. Und erkennt alsbald, dass der sein Haar mit Zuckerwasser auftoupierte, The Cure hörende Grufftie der 80er Jahre praktisch "gestorben" und einer wenig homogenen Bewegung gewichen ist.
So gibt es ganz kleine Schwarze.
Und ganz große Schwarze.
Bunte Schwarze.
Und Schwarze, die gar nicht schwarz sein wollen.
Es gibt richtige Schwarze.
Edle Schwarze.
Manchmal Schwarze, die gar nicht wissen, dass sie Gothics sind.
Recht freizügige Schwarze.

Und joggende Schwarze.
Und Nicht-wissen-wo-der-Bahnhof-ist-Schwarze.
Und Manga-Schwarze.
Und geschlechtlich indifferente Schwarze.
Und punkige Schwarze.
Und Outdoor-Schwarze.
Und, und und...
Und unser Fazit: Eine sehr demokratische Veranstaltung.
Bunte Schwarze.
Und Schwarze, die gar nicht schwarz sein wollen.
Es gibt richtige Schwarze.
Edle Schwarze.
Manchmal Schwarze, die gar nicht wissen, dass sie Gothics sind.
Recht freizügige Schwarze.
Und joggende Schwarze.
Und Nicht-wissen-wo-der-Bahnhof-ist-Schwarze.
Und Manga-Schwarze.
Und geschlechtlich indifferente Schwarze.
Und punkige Schwarze.
Und Outdoor-Schwarze.
Und, und und...
Und unser Fazit: Eine sehr demokratische Veranstaltung.
3 Kommentare:
... und es gibt schwarze Referendarinnen
... und schwarze orthopädische Schuhmacher
(beide wohnhaft in FG und z.Zt. in LE)
... und eine mit (einigen) Schwarzen sympathisierende Gymnasiallehrerin :-), die selbst gern schwarz trägt...
...bin überrascht, dass es so viele fotografisch festgehaltene nuancen des "schwarzen" gibt.
eine starke erkältung zwang mich, zeitweise in den eigenen vier wände zu bleiben, sodass ich mich nun wenigstens an den bildern zum wgt ergötzen kann.
Ich habe noch kulinarische Neuerungsvorschläge für das nächste Jahr, mit schwarzem Joghurteis ist es nicht getan: Das Schwarzbier war mir in der Innenstadt stark unterrepräsentiert. Aus Warnemünde sollten wir das dänische Sahneeis mit Lakritzkrümelhaube importieren. Zum schwarzen Tee gibt es nachmittags einen Dark-Dark-Chocolate-Kuchen, und die spanischen Gruftis können in ihrer Paella-Pfanne die tintenfischschwarzgefärbte Reis-Meeresfrüchte-Köstlichkeit zubereiten [habe ich schon gegessen, ein düsteres Vergnügen].
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