... du kannst so häßlich sein" - Denn draußen fällt ein langer Regen und nur das Fernsehen verspricht, dass dieser am Nachmittag dahinziehen wird.
Gestern Abend noch Theater. "Zwei arme polnisch sprechende Rumänen" lockte ins Maxim-Gorki-Theater und ließ auf eine muntere Satire hoffen, wie wir mit unseren östlichen und noch östlicheren Nachbarn umgehen. Das Stück stammte aber von einer polnischen Jungautorin und thematisierte einen Tripp drogen-schwangerer junger Polen durch ihr Land. Die Bühnenkunst ist ziemlich teuer in der Hauptstadt, dafür wurden meine Erwartungen hinsichtlich einer Berliner Inszenierung voll erfüllt: ich habe die Handlung nicht verstanden, es wurde ca. 65 mal das Wort ...ozte geschrien (das ca. 15 mal verwendete weichere ...öse stand eindeutig im Hintergrund), man schmierte sich mit Schlamm ein, warf Blut in Plastikbeuteln und zum großen Endmonolog legte der schöne junge Hauptdarsteller noch den Schlüpfer ab. Später wurde klar, dass das unbedingt nötig gewesen ist, weil der am Ende seiner Reise unter psychischer Hochspannung stehende Mann die letzte Maske abwerfen musste. Auf diesen Kunstgriff der Inszenierung führe ich aber nicht zurück, dass das weibliche Publikum die Köpfe reckte und einige sogar aufstanden, denn die Aufführung war auf der Studiobühne und die ist recht klein. Die wollten bloß den Schniepel sehen! Aber das habe ich im anschließenden Publikumsgespräch nicht zu äußern gewagt.
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