Sonntag, 21. Juni 2009

Nach Hause

Kursfahrt geschafft. Und wir bekamen die vollständige Kaution zurück, deren Einbehalt uns am Dienstag angedroht worden war. Eine andere Gruppe hatte weniger Glück. Zusammenfassend betrachtet, ist es natürlich richtig, dass man gegen 3.40 Uhr am Morgen Ruhe erwartet. Doch sollte man es als Betreiber eines Hostels vielleicht auch vermeiden, Familien mit Kindern neben Jugendgruppen einzuquartieren. In Hinblick auf die Service-Leistung empfanden wir es auch als sehr ungünstig, dass der Unterchef uns beim Auschecken in gebrochenem Deutsch weiszumachen versuchte, was die Klausel auf der Buchungsbestätigung bedeute. Seiner Interpretation zufolge hieße "Das Rückgeld erhalten Sie nach Ankunft der Gruppe im Pegasus Hostel", dass wir den zuviel gezahlten Restbetrag am Monatsende überwiesen bekommen. Er mache den Job nun schon seit 20 Jahren und es sei nie anders gewesen. Nun schließt die Formulierung Nach Ankunft im weitesten Sinne auch nach Abreise und dann noch vierzehn Tage durchaus ein, müsste auf einem Vertrag aber irgendwie auch explizit so formuliert sein. Dieser Diskussion verschloss sich der Mann mit Migrationshintergrund jedoch und wurde mürrisch. Nach einigem Hin und Her kratzte er das Geld aus der Kasse zusammen - einschließlich des Betrages, den er den anderen abgezogen hatten - und knallte uns die Scheine mit südlichenm Temperament auf den Rezeptionstisch.
Und noch etwas: Statt Bionade trinkt man in Berlin jetzt trendy Fritz-Cola und Club-Mate. Zum Wohl! Denn Koksen ist achtziger!

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