Wenn die Liebste in den öffentlichen Verkehrsmitteln unserer Stadt ihren Sozialstudien nachgeht, legt sich mir auf dem Heimweg schon zwei Stationen nach dem Einstieg der Kopf ans blankgewetzte Regionalbahn-Lederimitat. Dann hole ich die 15 Minuten Schlaf nach, die ich mich am Morgen nicht traue zu nehmen, weil ich Angst habe, mein Ziel zu verpassen. Dann bin ich sehr unkommunikativ, wie mein geschätzter Kollege und Nachhausefahr-Kumpan mittlerweile weiß.
Der Vorteil des Zugschläfers besteht aber nicht nur darin, Zeit ruhend zu nutzen, sondern auch darin, dass er ungesehen Ohrenzeuge sein kann. Ohne selbstvergessen zu starren, was in Situationen großer Faszination ich nicht zu unterdrücken vermag.
Heute wurde ich Zeuge deutsch-deutschen Miss-Verstehens. Frei von Überheblichkeit gebe ich an dieser Stelle nur wieder, wohl wissend, dass ein jeder Kommunikationsproblemen zum Opfer fallen kann. Nur dass es sich bei den "Probanden" um welche handelte, die ihr Akademikertum in Stimmlage und Gestik auch nach außen trugen, erhöhte den "Unterhaltungswert" so, dass ich mich hier zu lästern veranlasst sehe.
Lektion 1: Missglückte Kommunikation, Thema Diplomarbeits-Thema
A: "Ich schreibe über die Samen im Norden."
B: "Sehr interessant. Ist ja auch äußerst wichtig, wenn man bedenkt, dass unsere gesamte Nahrungsgrundlage dort ihre Basis findet!"
A: "Äh?"
B: "Gibt es im Norden spezifische Erfahrungen im Bereich der Landwirtschaft?"
A: "Nicht über die Samen! Über die Samen! Das Volk!"
B: "Ach so. Auch sehr interessant."
Lektion 2: Deutsch-deutsche Orientierungslosigkeit
B: "Wo kommen Sie denn eigentlich her?"
A: "Aus Greifswald!"
B: "Ist das hier in der Nähe?"
A: "Nein, an der Ostsee."
B: "Ah. Ich komme ursprünglich vom Bodensee."
A: "Aus Rheinland-Pfalz."
B: "Nein, Baden-Württemberg!"
Der Vorteil des Zugschläfers besteht aber nicht nur darin, Zeit ruhend zu nutzen, sondern auch darin, dass er ungesehen Ohrenzeuge sein kann. Ohne selbstvergessen zu starren, was in Situationen großer Faszination ich nicht zu unterdrücken vermag.
Heute wurde ich Zeuge deutsch-deutschen Miss-Verstehens. Frei von Überheblichkeit gebe ich an dieser Stelle nur wieder, wohl wissend, dass ein jeder Kommunikationsproblemen zum Opfer fallen kann. Nur dass es sich bei den "Probanden" um welche handelte, die ihr Akademikertum in Stimmlage und Gestik auch nach außen trugen, erhöhte den "Unterhaltungswert" so, dass ich mich hier zu lästern veranlasst sehe.
Lektion 1: Missglückte Kommunikation, Thema Diplomarbeits-Thema
A: "Ich schreibe über die Samen im Norden."
B: "Sehr interessant. Ist ja auch äußerst wichtig, wenn man bedenkt, dass unsere gesamte Nahrungsgrundlage dort ihre Basis findet!"
A: "Äh?"
B: "Gibt es im Norden spezifische Erfahrungen im Bereich der Landwirtschaft?"
A: "Nicht über die Samen! Über die Samen! Das Volk!"
B: "Ach so. Auch sehr interessant."
Lektion 2: Deutsch-deutsche Orientierungslosigkeit
B: "Wo kommen Sie denn eigentlich her?"
A: "Aus Greifswald!"
B: "Ist das hier in der Nähe?"
A: "Nein, an der Ostsee."
B: "Ah. Ich komme ursprünglich vom Bodensee."
A: "Aus Rheinland-Pfalz."
B: "Nein, Baden-Württemberg!"
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