Platz 5:
Der Stand mit den selbst genähten Frottee-Kuscheltieren.
Sehr freundliche junge Menschen verkaufen selbst genähte Knuddeltiere. Dabei hat jedes seinen eigenen Namen und bekommt vom Verkaufspersonal eine Geschichte nebst Pflegeauftrag. "Tobi, das tappsige Tapir freut sich auf dich. Und brauch´ ganz viel Zuneigung!" Den Besuchern mit quengelndem Kind an der Hand gefällt´s. Das Unikat hat natürlich seinen Preis. Aber zumindest gibt´s auch etwas Kleines für den ganz schmalen Geldbeutel: Addi, die Amöbe! Oder Peter, das Pantoffeltier.
Platz 4:
Die Riesenbratwurst zu 3,- Euro.
Die soll ja mindestens einen halben Meter lang sein. Das ist sie sicherlich, doch dafür so dünn wie mein Zeigefinger. Und für das Brötchen wird sie eh durchgeknickt. Man sollte auch in anderen Sparten mit Längenmaßen statt mit Gewicht arbeiten. "Ich hätte gern einen dreiviertel Meter Sauerkraut!" "Können es auch drei Zentimeter mehr sein?"
Platz 3:
Gesalzene Maiskolben mit Butter.
Natürlich steht eine Sache außer Frage: Die Dinger sind lecker! Doch gleichsam frage ich mich, wie ein Preis von 2,50 € gerechtfertigt ist, wenn es die gleiche Delikatesse in einer amerikanischen Fast-Food-Kette bei unseren Nachbarn in Polen für 75 Cent gibt? Und selbst ein mittlere Dose Bonduell ist günstiger. Da kann man sich den Kolben vor dem Verzehr auch noch selbst zusammenbauen. Und die ganze Familie hat ihren Spaß beim Basteln.
Platz 2:
Heureka! Der Rahmflecken! Lange Zeit ein Geheimtipp für die Freunde des Mittelaltermarktes wurde dieses Stück warmer Brotteig mit Käse- und Schinkenfüllung in den letzten Jahren auch beim Weihnachtsmarktbesucher mit neuzeitlicher Lebensorientierung zum kulinarischen Muss. Das erklärt auch die Tatsache, dass der Preis für das von studentischen Hilfskräften in leinener Tracht frisch Geknetete und Gebackene von ehemals "zwei Talern" auf mittlerweile 3,50 Euro hochgeschnellt ist. Einträglicher war anno dazumal höchstens noch der Ablasshandel.
Platz 1:
Den wohl höchsten Verdienst des gesamten Weihnachtsmarktes, auf die Einnahmen von 10 Minuten gerechnet, hatte gestern das kleine Mädchen mit ihrer Flöte an der Rathausecke. Mit ihrem roten Mäntelchen, ihren frechen Zöpfen und ihrem Käthe-Kruse-Puppengesicht stand die Kleine vor ihrem Notenständer, an dem eine kleine Kerzenlaterne baumelte, und spielte tapfer eine niedliche Melodie. Den Ton zu halten fiel ihr dabei sicherlich schwer, angesichts des dauernden Klimperns der Münzen und der unaufhörlichen "Wie süß!". Ihr um wenige Jahre älterer Kollege mit Geige hatte 20 Meter weiter keine Chance auf Aufbesserung seines Taschengeldes.
Der Stand mit den selbst genähten Frottee-Kuscheltieren.
Sehr freundliche junge Menschen verkaufen selbst genähte Knuddeltiere. Dabei hat jedes seinen eigenen Namen und bekommt vom Verkaufspersonal eine Geschichte nebst Pflegeauftrag. "Tobi, das tappsige Tapir freut sich auf dich. Und brauch´ ganz viel Zuneigung!" Den Besuchern mit quengelndem Kind an der Hand gefällt´s. Das Unikat hat natürlich seinen Preis. Aber zumindest gibt´s auch etwas Kleines für den ganz schmalen Geldbeutel: Addi, die Amöbe! Oder Peter, das Pantoffeltier.
Platz 4:
Die Riesenbratwurst zu 3,- Euro.
Die soll ja mindestens einen halben Meter lang sein. Das ist sie sicherlich, doch dafür so dünn wie mein Zeigefinger. Und für das Brötchen wird sie eh durchgeknickt. Man sollte auch in anderen Sparten mit Längenmaßen statt mit Gewicht arbeiten. "Ich hätte gern einen dreiviertel Meter Sauerkraut!" "Können es auch drei Zentimeter mehr sein?"
Platz 3:
Gesalzene Maiskolben mit Butter.
Natürlich steht eine Sache außer Frage: Die Dinger sind lecker! Doch gleichsam frage ich mich, wie ein Preis von 2,50 € gerechtfertigt ist, wenn es die gleiche Delikatesse in einer amerikanischen Fast-Food-Kette bei unseren Nachbarn in Polen für 75 Cent gibt? Und selbst ein mittlere Dose Bonduell ist günstiger. Da kann man sich den Kolben vor dem Verzehr auch noch selbst zusammenbauen. Und die ganze Familie hat ihren Spaß beim Basteln.
Platz 2:
Heureka! Der Rahmflecken! Lange Zeit ein Geheimtipp für die Freunde des Mittelaltermarktes wurde dieses Stück warmer Brotteig mit Käse- und Schinkenfüllung in den letzten Jahren auch beim Weihnachtsmarktbesucher mit neuzeitlicher Lebensorientierung zum kulinarischen Muss. Das erklärt auch die Tatsache, dass der Preis für das von studentischen Hilfskräften in leinener Tracht frisch Geknetete und Gebackene von ehemals "zwei Talern" auf mittlerweile 3,50 Euro hochgeschnellt ist. Einträglicher war anno dazumal höchstens noch der Ablasshandel.
Platz 1:
Den wohl höchsten Verdienst des gesamten Weihnachtsmarktes, auf die Einnahmen von 10 Minuten gerechnet, hatte gestern das kleine Mädchen mit ihrer Flöte an der Rathausecke. Mit ihrem roten Mäntelchen, ihren frechen Zöpfen und ihrem Käthe-Kruse-Puppengesicht stand die Kleine vor ihrem Notenständer, an dem eine kleine Kerzenlaterne baumelte, und spielte tapfer eine niedliche Melodie. Den Ton zu halten fiel ihr dabei sicherlich schwer, angesichts des dauernden Klimperns der Münzen und der unaufhörlichen "Wie süß!". Ihr um wenige Jahre älterer Kollege mit Geige hatte 20 Meter weiter keine Chance auf Aufbesserung seines Taschengeldes.
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