Eigentlich wollte ich heute über Kerzen schreiben. Nicht über die, die zu Weihnachten vom Kranze scheinen oder den Baum beleuchten. Sondern über die, welche am geschmacklosesten Stand des Leipziger Weihnachtsmarktes feilgeboten werden. Dort, wo mich die Liebste immer in den Arm kneift, weil ich hörbar zische: "Wie hässlich!" Ich meine diese unsagbar missgestalteten Deko-Kerzen, die, mit Goldflimmer angereichert, dem Betrachter in organischen Farben entgegengrellen. Deren Inneres in vermeintlich kreativer Art vulgär nach außen gestülpt wurde. Was florales Flair verbreiten soll, erinnert eher an eine Vulva aus Wachs. (Psychoanalytisch ließe sich diese Art dekorativer Umgestaltung einer Altarkerze somit vielfältig deuten.) Ich leide schon am 15. Dezember mit jenen Glücklichen, die am Heiligabend derlei Kunstgewerbe unterm Baum finden.
Aber über diese Kerzen schreibe ich nicht. Denn vielleicht findet sich unter den geneigten Lesern doch jemand, der sein Wohnzimmer damit schmückt. Oder schlimmer, diese verschenkt.
Ich schreibe heute lieber über meine neue The Kinks-CD, die ich gerade höre. Seit einer Woche bin ich nämlich der Meinung, dass die Kinks als 60er-Jahre-Band unterschätzt seien und deshalb unbedingt in die Plattensammlung gehören. Und außerdem erinnert mich die Musik an den Jahreswechsel 1982/83. Da war ich 14 und mit meinen Eltern im FDGB-Heim in Binz. Die meiste Zeit verbrachte ich Musik hörend allein mit meinem Recorder im Zimmer, weil mich Erwachsene im Allgemeinen und die abendlichen Tanzvergnügen im Speisesaal im Besonderen nervten. Und neben Boy Georges "Do you realy want to hurt me" liefen die Kinks rauf und runter. Zwar war ich kein Fan, doch die Kassette eben eine Lizenz-Ausgabe von Amiga: "Lazing on a sunny afternoon". Heute gefällt mir das richtig gut.
Aber über diese Kerzen schreibe ich nicht. Denn vielleicht findet sich unter den geneigten Lesern doch jemand, der sein Wohnzimmer damit schmückt. Oder schlimmer, diese verschenkt.
Ich schreibe heute lieber über meine neue The Kinks-CD, die ich gerade höre. Seit einer Woche bin ich nämlich der Meinung, dass die Kinks als 60er-Jahre-Band unterschätzt seien und deshalb unbedingt in die Plattensammlung gehören. Und außerdem erinnert mich die Musik an den Jahreswechsel 1982/83. Da war ich 14 und mit meinen Eltern im FDGB-Heim in Binz. Die meiste Zeit verbrachte ich Musik hörend allein mit meinem Recorder im Zimmer, weil mich Erwachsene im Allgemeinen und die abendlichen Tanzvergnügen im Speisesaal im Besonderen nervten. Und neben Boy Georges "Do you realy want to hurt me" liefen die Kinks rauf und runter. Zwar war ich kein Fan, doch die Kassette eben eine Lizenz-Ausgabe von Amiga: "Lazing on a sunny afternoon". Heute gefällt mir das richtig gut.
1 Kommentar:
Mmm ... bin nach dem Lesen deines Eintrags gleich mal zum CD – Turm gegangen und habe mit Entsetzen festgestellt, dass unter Hunderten von Silberscheibchen keine Kinks dabei sind... !
Nun gut, wenigstens besitzen wir die AMIGA-LP.
Wir haben die Kinks erst kürzlich auf MC (!!!) im Auto gehört und waren begeistert.
Nun, ich gebe zu, dass mir die WHO anschließend noch besser gefallen haben.
Aber zurück zu den Kinks.
Die haben sich ja nie so richtig offiziell aufgelöst.
Vielleicht kommen die alten Herren mal in die Leipzig – Arena.
Und dann können wir die Kerzen schwenken – es muss ja keine Candelae vulvarius sein...
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