Samstag, 23. Januar 2010

Nanga Parbat in the City

Sollte Herr Vilsmaier es vorhaben, einen zweiten Teil von "Nanga Parbat" zu drehen, so bietet sich derzeit unsere Straße hervorragend als Set an. Es ist wirklich gefährlich, durch den urbanen Canyon unseres Viertels zu gehen, denn nicht nur die Wege sind nicht geräumt, es droht eisige Gefahr von oben. Gott sei Dank gibt es genügend Initiative von Seiten der Haus- und Grundbesitzer, um davor eindringlich zu warnen. Doch leider fehlt es an genormten und mit Prüfsiegel der europäischen Union versehenen Plakaten. Der Leipziger weiß sich aber zu helfen:

Mein Lieblingsschild neben dem Bäckerladen. Zwar nicht in den Farben der Saison, doch auffällig und eindringlich. Blöd nur, dass man es als Werbeträger missdeuten kann. Das birgt zusätzliche Risiken für den Schnäppchenjäger, der auf Sonderangebote aus sein sollte.

Der Vorteil dieses Aushangs ist unzweifelhaft, dass er in allen Jahreszeiten zum Einsatz kommen kann. Ob "Eis", "Vogelkot", "Laubreste" oder "Heuschrecken", die unmittelbare Gefahr ist einfach handschriftlich zu ergänzen.

Ich finde, das sind zu viele Informationen auf einmal. Ehe der Spaziergänger alles kognitiv erfasst hat, wird er erschlagen. Und herunterhängende Eiszapfen haben noch niemandem geschadet.

Da ist das schon besser. Knapp, bündig und in Times New Roman fett. Was will man mehr, um den Gefahrenbereich schnell zu verlassen.

Das trifft auch auf diesen Aushang zu. Vier Mal fixiert und gegen die Vergänglichkeit laminiert weist er auf eine besonders fiese Variante hin. Vielleicht auf etwas Skandinavisches?
Zugegeben, dieses Schild hängt schon länger dort. Es erfüllt aber weitaus besser seine Aufgabe. Denn niemand bleibt davor stehen oder guckt gespannt nach oben, ob er denn einen besonders gefährliche Zapfenformation erspähen kann.

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