Samstag, 1. Mai 2010

Heraus zum ersten Mai

Vor dem Minimarkt-Spät- und Immerverkauf stehen seit heute früh geschätzte vier bis fünf beisammen und räsonieren in die Stille der feiertäglichen Straße hinein. Mit jedem Flaschenbier wird es einen Schluck lauter. Und der Tag ist noch lang. Ein morgenländischer Betreiber kennt eben keinen Feiertag!
Bei meinem Bäcker des Vertrauens streicht man derweil den Verkaufsraum in unschuldigem Alpina-Weiß. Die Theke ist mit Folie abgedeckt, sorgfältig, damit nichts draufkleckst. Das erspähe ich durch die halb geöffnete Geschäftstür. Gerade will ich gehen, da ruft mir die Bäckerin hinterher, dass sie den Ofen trotzdem angeworfen habe. Es gebe aber nur Semmeln und Einfache.
Neben der Baugrube eines neuen DSL-Super-Anbieters, in der heute nicht gearbeitet wird, kam wohl über Nacht doch noch ein Weihnachtsbaum entsorgter Weise zum Erliegen. Der letzte der Saison. Es ist Mai in unserer Straße.

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