Freitag, 1. Oktober 2010

Sonntag ist Feiertag

Ich mag es nicht, auf der Straße angesprochen zu werden. Dabei ist es egal, ob ich "mal kurz Zeit für ein paar Fragen zu Produkt xyz hätte" oder mir ein Plüsch-Burger Gutscheine für McDonalds in die Hand drücken will. Ganz schlimm sind diese Junggesellinnen-Abschiede, doch das ist ein Thema für sich. Ich versuche diese Aktionen immer zu umgehen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Gestern wurde ich aber überrumpelt. Die junge Frau mit Köfferchen in der Linken zog ihr Mikro in letzte Sekunde mit der Rechten, und das schneller als Butch Cassidy: "Wie feiern Sie am Sonntag?" "Äh, feiern!?" "Am Sonntag!" "Na ja." "Da ist Tag der deutschen Einheit. 20 Jahre." "Das weiß ich schon!" "Wie begehen Sie diesen Tag?" "Also, ich feiere den nicht."
Hinterher große Bestürzung. Nicht einmal nach der Institution habe ich gefragt, in deren Namen sie unterwegs war. Wenigstens keine Kamera. Allein über die Stimme kann man schlecht identifiziert werden. Die Schlagfertigkeit kommt erst eine halbe Stunde später: Mit der Liebsten ausschlafen. Und dann die Vereinigung im allerkleinsten Kreise feiern ;)!"

1 Kommentar:

OE. hat gesagt…

Auch in meiner vergangenen Heimat wurden ja leider manche runden Jahres- und Geburtstage der Klassiker u.a. bis zum Erbrechen in den Medien über lange Zeiräume hinweg "breitgetreten" (obwohl nicht a l l e s schlecht war - auch in der ...!) Folgendes Bonmot war da immer (auch bei den g u t e n Genossen!) in Umlauf: "...man traut sich ja kaum noch eine Fischbüchse zu öffnen!".