Montag, 19. Dezember 2011

Geschenkideen

Weihnachstzeit heißt Geschenkezeit. Zeitungen und Zeitschriften sind voll mit lustigen Bescherungs-Listen für IHN und SIE und ES. Das nehme ich zum Anlass, die derzeitigen Top-Favoriten im Spielzeug-Segment darzureichen.

Das ist Lars Sörenson. Er heißt Lars Sörenson, weil alle anderen Kinderzimmer-Wikinger wahrscheinlich Wicki heißen. Und Lars ist Individualist. Er spricht wahlweise Norwegisch, Dänisch, Schwedisch und Isländisch. Vor allem die Vokabel "Smörebröd" und das Klassiker-Zitat "Rücks rödeldiback in de Gehölzenen hinein." (O. Waalkes) nahezu akzentfrei. Lars besitzt einen ungeschlagenen Unterhaltungswert beim vormittäglichen und allabendlichen Bespaßen unseres liebsten Kleinkindes und zeichnet sich auch im aktiven Spielbetrieb durch hohe Widerstandskraft beim Belecken und Bekatschen aus, das er mit stoisch-skandinavischer Ruhe über sich ergehen lässt. (Die Vorstellung, seine Woll-, Fell- und Synthetikstoff-Applikationen in den Mund zu nehmen, löst bei mir ein ähnliches Gefühl aus wie Fingernägel-über-Tafel-Kratzen. Meine orale Phase scheint also vorbei zu sein.)

Lange Zeit auf der Top-Position stand (oder hing) unser Lieblingsgeschenk von lieben Freunden. Das Mobilé macht seinem Namen alle Ehre, denn noch ist es nicht fest installiert, sondern wird Kneechee an allen Plätzen zur Verfügung gestellt, wo er es braucht. Mal drehen sich die Figuren sacht zur warmen Stimme der Mama an seiner Nase vorbei. Mal kreisen die Plüschpersönchen den Fliehkräften karussellmäßig ausgeliefert im Papa-Modus. Am liebsten hat es Kneechee aber, wenn sich alle lustig schütteln. Und das sind v.r.o nach r.u.:
Elvira, die Elefantendame,
Piraten-Pinguin,
Fotzzi, der Bär,
Schizo-Häschen (Das glaubt nämlich, in WirklichkeitWinnie Pooh zu sein.)
und in der Mitte
- der Ball.


Seit letzter Woche besitzen wir dieses Spielzeug. Wie es richtig heißt, weiß ich nicht, aber es ist pädagogisch furchtbar wertvoll, wie die Fachpresse urteilt. Was den Preis betrifft, muss dieser Hauch von Nichts aus handverlesenen Polyvinylchloriden bestehen, die ökologisch angebaut oder zumindest in Freilufthaltung aufgewachsen sind, und von erzgebirgischen Volkskünstlern unter Verwendung der neuesten Weltraumtechnologien in Heimarbeit mundgeknöppelt worden sein. Kneechee liebt es.

PS: Außerhalb der offiziellen Wertung läuft, weil eigentlich kein richtiges Spielzeug,
das PAPIERTASCHENTUCH.

Ungeschlagen preisgünstig, lässt es sich zu Figuren knäulen oder unter glucksendem Quietschen übers Gesichtchen schlenkern. Und beim Drauf-Kauen zergeht es förmlich auf der kleinen Zunge. Dumm nur, dass selbiges weißes Ding dann und wann, von Mutter- oder Vaterhänden an der Spitze fest verzwierbelt, zum Popel-aus-der-Nase-Holen gebraucht wird. Und das kann Kind so gar nicht leiden.

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