Mittwoch, 13. November 2013

Martinstag

Der abendliche Umzug zum Martinstag hat mich folgendes gelehrt. Erstens ist die Vorstellung von einer besinnlich durchs Dunkel ziehenden Kinderschar, die friedlich "Ich geh´mit meiner Laterne" intoniert, eine Mär. Schon nach hundertfünfzig Metern war die Gruppe dermaßen auseinandergezogen, da nicht wenige der Kleinen viel lieber auf den von Mitarbeitern des städtischen Amtes für Grünanlagen mühsam aufgeschütteten Laubhaufen im Park Hopse-Burg spielten, während ihre Eltern derweil mit der Laterne im Kreis schlichen und warten mussten. Und zweitens stellt sich nicht mehr unbedingt die Grundsatzfrage: Selber gebastelter oder gekaufter Lampion? Heuer heißt es, LED-Beleuchtung oder Kerze? Und da gehöre ich zur alten Schule. Was uns zumindest bei einem Teil der Eltern ein bewunderndes (oder eher ängstliches?) "Na ihr traut euch aber was!" einbrachte. Solange Kneechee seinen Papiermond schwenkte, zerrte oder wie einen Fußball an der Angel vor sich herstieß, passierte auch nichts. Erst beim Stillhalten für´s Foto ging sein Licht in Flammen auf ... Passiert ist aber zum Glück nichts. Danke, heiliger Martin.

Vorher...
... und nachher.



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