Ich habe mich heute gefragt, wie lange es noch so sein wird, dass unsere Kinder die Weihnachtslieder verstehen, die sie singen. Viele Texte sind meines Erachtens schon so weit von der Lebenswirklichkeit entfernt wie die "entsprungene Ros´", die/das ich schon immer als galoppierendes Pferd fehlverstanden habe. Warum sind die Puppen des lyrischen Ichs in "So viel Heimlichkeit" einfach verschwunden? Und der Teddy auch nicht mehr auffindbar? Ziemlich schwer wird es werden, einem Heranwachsenden zu erklären, dass es wohl eine Zeit gab, wo Mutti die Spielkleidchen selbst genäht hat und die Kuschelfreunde zur Anprobe außerhalb verweilten. Oder bekamen die Kleinen ihre Spielsachen jedes Jahr neu geschenkt? (Kneechee würde es vielleicht merken, sich aber trotzdem freuen, behaupte ich jetzt einfach mal!) Was die Adventsmusik betrifft, bleibt über kurz oder lang als Alternative nur noch "In der Weihnachtsbäckerei" oder "Es schneit, es schneit!", das Kneechee aus der Kita mitgebracht hat. Wir schämen uns dann immer ein bisschen, wenn er das letztgenannte in der Fußgängerzone plärrt. Wer will schon gern mit Rolf Zuckowski in Verbindung gebracht werden?
PS: Ätsch, an die Metroplolen dieser Welt. Wir haben jetzt auch so etwas wie eine U-Bahn!

1 Kommentar:
"Sind die Lichter angezündet......." Ich hoffe, dieses Lied von Hans Sandig überdauert die Zeiten und wird auch von den Nachfolgenden verstanden! Ich bin heute noch froh, dass ich bei seiner Uraufführung in Leipzig mitwirken konnte.
Was die wiederkehrenden Geschenke betrifft, so erinnere ich mich an eine blecherne Konstruktion,die alljährlich "wiederauferstanden" ist und wo ein kleiner Ball mit Hilfe einer aufziehbaren Feder über allerlei Spiralen und Röhren in einen Auffangkorb befördert wurde, den ein rotnäsiger Clown in den Händen hielt.
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