Morgens aufwachen und ersteinmal Hölderlin verdrängen. "Die Hälfte des Lebens". Warum sich an einen Mann verschwenden, der ein Dutzend Jahre umnachtet in einem Turm zubrachte? Lieber überlegen, was man noch erleben müsste, bevor man 40 wird. Einiges ergibt sich von selbst.
In Astana ohne fremdsprachliche Hilfe allein Bus fahren. Finster gucken, um nicht als Ausländer erkannt zu werden. Dabei die richtige Haltestelle finden.
Den "Prospekt Respublika" weitab der Ampel überqueren, ohne angefahren zu werden. Letzteres funktioniert nur mit Unterstützung eines schon länger Hierwohnenden. "Einfach losgehen. Nicht stehen bleiben. Die bremsen schon." Die tun das wirklich. Und weil die Straße nahezu eisfrei ist, kommen wir drüben auch wohlbehalten an.
Ein Bäckerteilchen kaufen, in der Fremdsprache, die man vor Jahrzehnten lernen musste und trotzdem vergessen hat. "Dwa ras!" und mit dem Finger draufzeigen auf das mit Quark. "Sbasiba!" Später wird man nach dem Weg gefragt. Das kommt nun vom vielen Finster-Gucken! "Ksoschalenju. Ja nje garwarju po russkis!" Sprachphilosophisch betrachtet sicher eine absurde Antwort. Die Frau im Pelz lächelt trotzdem freundlich.Die Liebste zum "Vorstellungsgespräch" begleiten. Deutschunterricht für zwei kleine Mädchen, deren Vater sicher irgendwie in Öl macht. Abgeholt werden und im dunklen XXL-Offroader durch die Stadt rasen. Perspektivwechsel auf die Verkehrssituation hinter schwarzgetönten Scheiben. "Geil!" flüstern, so dass es keiner hört.
In Astana ohne fremdsprachliche Hilfe allein Bus fahren. Finster gucken, um nicht als Ausländer erkannt zu werden. Dabei die richtige Haltestelle finden.
Den "Prospekt Respublika" weitab der Ampel überqueren, ohne angefahren zu werden. Letzteres funktioniert nur mit Unterstützung eines schon länger Hierwohnenden. "Einfach losgehen. Nicht stehen bleiben. Die bremsen schon." Die tun das wirklich. Und weil die Straße nahezu eisfrei ist, kommen wir drüben auch wohlbehalten an.
Ein Bäckerteilchen kaufen, in der Fremdsprache, die man vor Jahrzehnten lernen musste und trotzdem vergessen hat. "Dwa ras!" und mit dem Finger draufzeigen auf das mit Quark. "Sbasiba!" Später wird man nach dem Weg gefragt. Das kommt nun vom vielen Finster-Gucken! "Ksoschalenju. Ja nje garwarju po russkis!" Sprachphilosophisch betrachtet sicher eine absurde Antwort. Die Frau im Pelz lächelt trotzdem freundlich.Die Liebste zum "Vorstellungsgespräch" begleiten. Deutschunterricht für zwei kleine Mädchen, deren Vater sicher irgendwie in Öl macht. Abgeholt werden und im dunklen XXL-Offroader durch die Stadt rasen. Perspektivwechsel auf die Verkehrssituation hinter schwarzgetönten Scheiben. "Geil!" flüstern, so dass es keiner hört.
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