Gerade erspielte Henry Maske 15000 Euro für einen guten Zweck bei Pilawas Olympia Quiz. Und Lars Riedel schleuderte im NDR einen gelben Stiefel in Diskusmanier 27 Meter weit. Noch bevor in Peking überhaupt ein Flämmchen züngelt, ist der Fernsehzuschauer und Medienkonsument olympisch gesättigt. Nach Chinesisch für Anfänger im Kulturradio, heute "Liegestütze"(witzig), einem Beitrag auf selbigem Sender, der die Forderungen deutscher Politiker, dass die deutschen Sportler bitte für Menschenrechte einzutreten hätten, ad absurdum führte (wie wahr), dem Selbstversuch einer mutigen ZDF-Journalistin im Fernsehen, die beweist, dass man auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" durchaus eine Kamera aufbauen kann, ohne gleich von einem Panzer überrollt zu werden (w.z.b.w.) und einer sich anschließenden Dokumentation über versmogte Wettkampfstätten und Algenpest auf der Regattastrecke (ih!) traf ich heute die Entscheidung, der ganzen "Vorfreuden"-Berichterstattung zu entfliehen. Ich setzte mich auf mein Rad und leistete meinen eigenen olympischen Beitrag. Für die, die es nachzumachen gedenken, hier die Wegbeschreibung: Man suche von DL aus die Jahnatalradroute und folge den kleinen grünen Holztäfelchen. Ostrau, Hof, Riesa. Dort genehmigt man sich ein Eis und fährt den Elbradweg Richtung Meißen. In Niederlommatzsch gibt es zwei Stück Kuchen, Pflaume und Eierschecke, oder was man will. Der Fährmann trägt einen hinüber. (Wer jetzt total kaputt und am Ende sein sollte, lege sich die Münzen auf die Augen! Kleiner Schwarzjux für die Freunde der antiker Mythologie!) Auf der anderen Elbseite geht es nach Meißen. Dort hofft man, dass der Mulde-Elb-Radweg gefunden werden wird. Man fragt am besten in der Touristeninfo nach. (Gestern habe das auch schon jemand wissen wollen. - Vielleicht hilft die dritte Nachfrage, damit die dort Angestellten sich klugmachen.) So nimmt man dann den langweiligen und steilen Weg durchs Triebischtal nach Nossen. Weiter radelt man nach Rosswein und gelangt nach ca. 110 Kilometern zu Hause an. Die Beinchen sind schwer, das Gesicht verstaubt. Doch begrüßt wird man als "mein Athlet". Mit diesem imaginären Lorbeer im Haar kann man dann auf seinem Fernsehsessel einrasten und Peking 2008 in Ruhe kommen lassen.
Aspektorientierte Bilder von unterwegs:
Eine fast weiße Burg in Niederlommatzsch.
Voll weiße Gänse bei Riesa.
Weiße Flotte vor Albrechtsburg.
Nicht ganz weißes Schaf auf Feldrand vor Meißen.
1 Kommentar:
Es hat eben seinen Grund, dass man Mülltonnen nicht genau beäugt, sondern auf, Müll rein, zu ...
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