Dienstag, 15. September 2009

Ich habe mich ...

... für ein neues Design entschieden. Minimalistischer. Funktionaler. Erwachsener. Und was ist sonst noch passiert?
Während meiner heutigen Heimfahrt brachte Lisbeth Salander den letzten Teil der Stieg-Larsson-Trilogie zu Ende. Und zwar durch Fixieren der Füße ihres gewalttätigen Bruders mittels elektrischer Nagelpistole und zwei Dutzend 7-Zoll-Nägel (vgl. Larsson, Stieg: Vergebung. Augsburg 2008, S.838 ff.). Das geschah auf Höhe Wurzen und ich fieberte: Recht geschieht es ihm! Dann schlug ich das Buch zu und starrte bis daheim zum Fenster raus.
Und was noch?
Statt unserer Bitte nachzukommen, den elektrischen Rauchabzug zu reparieren, - gestern Nacht quiekte 10 Minuten lang ein Warnton, das Oberlicht ließ sich daraufhin nicht mehr schließen und so regnete es bis heute Morgen ins Treppenhaus -, zog die Hausverwaltung einen Strich durch den Durchgangsflur. Der markiert wohl den Bereich, der von abgestellten Kinderwagen nicht überparkt werden darf. Ob ich die Linie einfach so betreten darf, um beispielsweise zum Briefkasten zu gelangen, weiß ich nicht. Man tut sich als ehemaliger DDR-Mensch halt doch noch schwer mit der Freiheit und der Mündigkeit, wenn behördliche Striche auf dem Boden prangen.
Und die alte Notwendigkeit zur Einsicht tritt hervor wie damals. Sicherlich dient der freie Weg jetzt als Feuerwehrzufahrt. Wenn der Rauchmelder schon nicht funktioniert, sollten wenigstens die Einsatzkräfte nicht stolpern.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Der Fall ist doch klar : Durchgezogene weiße Linie - darf keinesfalls überschritten werden, es drohen sonst hohe Geldbußen!

Anne E hat gesagt…

Mit etwas akrobatischem Geschick erreicht man den Briefkasten vielleicht auch ohne die Linie zu übertreten...