Vor kurzem habe ich gelesen, dass Leipzig eine der Städte im Osten ist, die boomt. Da freute ich mich. Vor kurzem bin ich durch unsere Stadt gelaufen und sah, wie in einem Messehaus, dessen ehemalige Pracht zumindest noch zu erahnen ist, Pfennigpfeiffer-Mitarbeiter ihre Regale montierten. Da bekam ich Angst. Nun heißt das nicht, dass ich grundsätzlich etwas gegen Pfennigpfeiffer habe. Oder meine Bleistifte für gewöhnlich ins Mont Blanc-Studio zum Spitzen bringe. Ja, ich gebe zu, dass ich nicht ungern bei Mäc-Geiz in der Nikolaistraße im Jugendstilambiente ramsche. Doch sehe ich von Zeit zu Zeit, wenn bei mir die schwarze Galle Überhand nimmt, die Innenstadt zum "Schnäbbschenbaradies" verkommen.
Wie wohl tat es mir da heute, dass am neuen Uni-Campus auf dem Augustusplatz ein Restaurant eröffnet hatte, über dessen lichtem Portal in keckem Schwunge "Vapiano" rotglänzt. Italienische Lebensfreude dort, wo früher unser "Café Bagdad" in der Nähe war.
Das Internet klärt mich auf. Auch nur eine Kette. Die Pasta günstig, die Getränke teuer. Und der Geschäftsführer spricht nicht einmal wie ein echter Pate.
Wie wohl tat es mir da heute, dass am neuen Uni-Campus auf dem Augustusplatz ein Restaurant eröffnet hatte, über dessen lichtem Portal in keckem Schwunge "Vapiano" rotglänzt. Italienische Lebensfreude dort, wo früher unser "Café Bagdad" in der Nähe war.
Das Internet klärt mich auf. Auch nur eine Kette. Die Pasta günstig, die Getränke teuer. Und der Geschäftsführer spricht nicht einmal wie ein echter Pate.
1 Kommentar:
Das Vapiano ist eines meiner Lieblingsschnellrestaurants, erstmals in München getestet, dann auch in Berlin entdeckt. Ich zitiere aus meinem eigenen Blogeintrag vom 25.11.2007:
"... in mehreren Schlangen stellt man sich bei seinem Lieblingskoch an und bestellt was das Herz begehrt, zum Beispiel Putenbrust mit Orangen-Chili-Sauce, Pak-Choi und Paprika, dazu eine Auswahl an Pasta von Bio-Dinkel-Fusili bis Campanelle. Gegessen wird an Holztischen und Olivenbäumen. Schön und trotzdem bezahlbar."
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