Samstag, 10. April 2010

Kreidezeit

Je weiter man von der Treppe unterhalb des Königstuhls nach rechts oder links den Strand begeht, desto größer ist die Chance auf Hühnergötter, Donnerkeile oder versteinerte Seeigel zu treffen. Während die Liebste sich an den Kreidesteinen erfreut, habe ich aus einem frisch abgestürzten Brocken das unten abgebildete Fossil geschält. Sicher handelt es sich um den prähistorischen Stachel einer bist jetzt noch unbekannten Schalentierart. Oder um die Brust-Gräte eines vorzeitlichen Herings. Oder den Zahnstocher eines beim Muscheltauchen ertrunkenen Eiszeitmenschen.


Den Kommentar des Tages lieferte ein Mensch aus den Altbundesländern beim Betrachten der Rügener Kreidefelsen: "Oh, schön! Hier ist es wie auf Fehmarn!"
Wenn das der Caspar David Friedrich gewusst hätte!

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