Ich mag die Ostsee auch im Herbst. Und nicht nur wegen des goldenen Laubes und der tiefen Sonne. Ich mag es, beim Bummeln über die Strandpromenaden die vergilbten Auslagen anzuschauen, die seit März und bis zum ersten Frost draußen vor den Türen der "Spittel-Läden" aufgestellt werden: Postkarten, gewellt vom Sommerregen. Die letzte gelbe Schaufel, aus einem Set übriggeblieben. Ein vereinzeltes Aufblaskrokodil, dessen Karton mit Tesa verklebt wurde. Taucherbrillen und Kinderschnorchel. Und wenn es dann so richtig wohlig traurig ist, so dass man es nicht mehr aushält vor Wehmütigkeit, dann findet man immer noch etwas, was das Ganze toppt.
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