„Bin ein Auto klein und gelb, fahre ganz schön schnell
herum“ – Seit ein paar Tagen besitzt der Kneechee solch ein kleines nervendes
Auto aus fernöstlicher Produktion. Die guten Vorsätze, nur anspruchsvolles
Spielzeug zu erwerben, das, wenn schon nicht aus Holz, zumindest
schadstoffgeprüft und gütegesiegelt daherkommt, waren dahin, als wir bei guten
Freunden die therapeutische Wirkung des quietschebunten Fahrzeugs erlebten. Und
hat der Kneechee schlechte Laune – und das kommt in letzter Zeit recht häufig vor
– hilft das Trösterauto nun auch ihm blinkend-singend-musikquiekend über den
großen Kummer hinweg, der sich zum Beispiel aus Verboten ergibt, den dicken
Einkaufskugelschreiber nicht in den Abendbrotbrei tauchen zu dürfen. Oder die
Fernbedienung vom Küchenradio zusammen mit Käsescheibe und Wienerwürstchen zu
zerkauen.
Dass die Anschaffung von neuen Mobilen eine durchaus
beruhigende Wirkung entfaltet, kann ich im Übrigen nur bestätigen. Als Besitzer
einer Autorennbahn (seit Weihnachten) war ich bis vor einer Woche der Ansicht,
dass vier Fahrzeuge für eine Einfach-Acht-Strecke reichen sollten. Seit dem
Wochenende sehe ich das anders. Und Amazon liefert schnell. Die Liebste zeigt
sich generell verständnisvoll, ist aber um mein seelisches Wohl besorgt. „Kaufsucht!?“
„Nein, nur Sammelleidenschaft.“


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