Donnerstag, 10. Januar 2013

Tuuut, tuuut!


„Bin ein Auto klein und gelb, fahre ganz schön schnell herum“ – Seit ein paar Tagen besitzt der Kneechee solch ein kleines nervendes Auto aus fernöstlicher Produktion. Die guten Vorsätze, nur anspruchsvolles Spielzeug zu erwerben, das, wenn schon nicht aus Holz, zumindest schadstoffgeprüft und gütegesiegelt daherkommt, waren dahin, als wir bei guten Freunden die therapeutische Wirkung des quietschebunten Fahrzeugs erlebten. Und hat der Kneechee schlechte Laune – und das kommt in letzter Zeit recht häufig vor – hilft das Trösterauto nun auch ihm blinkend-singend-musikquiekend über den großen Kummer hinweg, der sich zum Beispiel aus Verboten ergibt, den dicken Einkaufskugelschreiber nicht in den Abendbrotbrei tauchen zu dürfen. Oder die Fernbedienung vom Küchenradio zusammen mit Käsescheibe und Wienerwürstchen zu zerkauen.
Dass die Anschaffung von neuen Mobilen eine durchaus beruhigende Wirkung entfaltet, kann ich im Übrigen nur bestätigen. Als Besitzer einer Autorennbahn (seit Weihnachten) war ich bis vor einer Woche der Ansicht, dass vier Fahrzeuge für eine Einfach-Acht-Strecke reichen sollten. Seit dem Wochenende sehe ich das anders. Und Amazon liefert schnell. Die Liebste zeigt sich generell verständnisvoll, ist aber um mein seelisches Wohl besorgt. „Kaufsucht!?“ „Nein, nur Sammelleidenschaft.“

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